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Volkswagen Heritage verleiht Ivan-Hirst-Preis an Stina Rike Barrenscheen

  • Mit dem Preis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, deren Forschung sich mit Volkswagen befasst
  • Volkswagen Heritage entscheidet sich für Stina Rike Barrenscheens Dissertation an der Georg-August-Universität Göttingen
  • Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von Führungskräften bei den Unternehmen Volkswagen, BMW und Bayer
  • Vortrag der Preisträgerin zur frühen Managemententwicklung bei Volkswagen
(v.l.) Dr. Ulrike Gutzmann, Leiterin Konzernarchiv, Preisträgerin Stina Rike Barrenscheen und Dieter Landenberger, Leiter Heritage, bei der Preisübergabe.

Der Ivan-Hirst-Preis 2022 geht an die Wirtschaftshistorikerin Stina Rike Barrenscheen. Die Auszeichnung des Konzernarchivs der Volkswagen AG würdigt ihre Dissertation „Die Professionalisierung des mittleren Managements in deutschen Großunternehmen, 1949-1989“, für die die Preisträgerin unter anderem im Konzernarchiv in Wolfsburg recherchiert hat. Das Resultat ist ein umfassendes Kapitel zur Geschichte der Personalentwicklung bei Volkswagen.

Mit Stina Rike Barrenscheen fiel die Entscheidung auf eine Wissenschaftlerin, die seit dem Beginn ihrer akademischen Laufbahn mit dem Konzernarchiv in Verbindung steht. 2010 absolvierte sie im Rahmen ihres Bachelor-Studiengangs Geschichte und Gender Studies ein Praktikum in der Abteilung Heritage Communications. So kam sie früh mit den Möglichkeiten, die das Konzernarchiv für das wissenschaftliche Arbeiten bietet, in Berührung. 2016 kehrte sie ins Konzernarchiv zurück, um dort über mehrere Wochen für ihre Dissertation zu recherchieren und Einsicht in Akten wie Protokolle, Personalstatistiken, Korrespondenzen und Gesprächsnotizen zu nehmen. Stina Rike Barrenscheen erinnert sich gerne an ihre Zeit bei Volkswagen in Wolfsburg: „Das Konzernarchiv war zwischenzeitlich wie ein zweites Zuhause. Das Team hat mich bei meiner Forschung sehr professionell unterstützt“. Diese Erfahrung teilt sie mittlerweile als Dozentin mit ihren Studentinnen und Studenten, indem sie sie zu Praktika in das Konzernarchiv vermittelt und auch regelmäßig Exkursionen dorthin unternimmt.

In ihrer Dissertation befasst sich Barrenscheen mit den Faktoren, die zu einer Professionalisierung der mittleren Managementebenen und damit zur Entstehung dieser Berufsgruppe mit Regeln und Normen in bundesdeutschen Großunternehmen der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung führten. Sie untersuchte dazu drei Fallbeispiele: Bayer, BMW und Volkswagen.

Für Dr. Ulrike Gutzmann, Leiterin des Konzernarchivs, zeigt die von Volkswagen Heritage prämierte Arbeit beispielhaft, was aus den im Konzernarchiv aufbewahrten Unterlagen entstehen kann. Die Einblicke in die Anfänge der Managemententwicklung im Unternehmen erschließen auch den Volkswagen Historikern neue Blickwinkel und erweitern das Wissen zur Geschichte des Unternehmens. Und so freut sich Dr. Ulrike Gutzmann, dass sie die Preisträgerin zu einem Vortrag über das Volkwagen-Kapitel ihrer Arbeit mit dem Titel „Durch persönliche Beratung zum Haus Rhode? Heinrich Nordhoff und die Entstehung von Nachwuchsförderung und Weiterbildungsprogrammen bei Volkswagen“ gewinnen konnte. „Der Vortrag zeigt, dass es auch hinsichtlich der heutigen Herausforderungen sinnvoll und hilfreich ist, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um zu schauen, wie man früher mit Anforderungen umgegangen ist. Die lebendige Diskussion nach dem Vortrag und die zahlreichen Fragen zeigen, dass es hier ein großes Interesse gibt.“

In ihrem Vortrag präsentiert die Preisträgerin einen Teil ihrer Dissertation, der mit Hilfe ihrer Recherchen im Konzernarchiv entstanden ist. Sie zeichnet ein spannendes und eindrucksvolles Bild davon, wie Heinrich Nordhoff und der damalige Personalexperte Walter Schleip eine gezielte Managemententwicklung und modernen Führungsstil im Unternehmen einführten. Sie kommt zu dem Schluss, dass Volkswagen eines der ersten Unternehmen nach 1945 war, das die heute völlig gängigen Weiterbildungsmöglichkeiten wie Trainee- und Volontärstrukturen entwickelte.

Der Ivan-Hirst-Preis wird seit dem Jahr 2000 vom Konzernarchiv der Volkswagen Aktiengesellschaft verliehen und richtet sich an Nachwuchswissenschaftler, die sich in besonderer Weise mit der Unternehmensgeschichte von Volkswagen auseinandergesetzt haben.

Der Namensgeber Ivan Hirst hatte als Senior Resident Officer der britischen Militärregierung in den Jahren zwischen 1945 und 1949 maßgeblich dabei mitgewirkt, die Weichen für die rasante Entwicklung der Volkswagenwerk GmbH im Wirtschaftswunder zu stellen. Sein Engagement galt dabei gleichermaßen den produktionstechnischen und betriebswirtschaftlichen wie den sozialen und politischen Rahmenbedingungen.

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